Mitgliederbrief der Church of the Eternal God (“Kirche des Ewigen Gottes”) 11. Dezember 2020

Drucken

Liebe Geschwister und Freunde,

Wenn wir uns die wachsenden Probleme dieser Welt veranschaulichen, wird es offensichtlich, dass so viele davon durch die menschliche Gier nach Macht verursacht wurden.

Dies können wir in vielen Bereichen dieser Welt sehen und speziell zu dieser Zeit in den Spannungen in den Vereinigten Staaten in Bezug auf die Präsidentschaftswahl. Viele der Vorwürfe und Anschuldigungen, die von beiden Parteien aus geschehen, haben nichts als Schaden für das Ansehen dieser großen Nation verursacht. Unglücklicherweise wiederholt sich dies in weiten Teilen dieser Welt ebenso, und das Erscheinen von Covid-19 hat viele Menschen dahin gebracht, Entscheidungsträger zu werden, um mit diesem unglücklichen Ausbruch fertig zu werden, und so wie es scheint, genießen sie ihre neugewonnene Autorität und Kontrolle.

Was ist menschliche Macht? Macht ist Einfluss, Autorität über Menschen oder politische Überlegenheit über andere Menschen. Es geht um Machthaber, die in der Kontrolle über allem stehen, die die Entscheidungen treffen, und die als wichtig anerkannt werden.

Macht ist die Fähigkeit zu befehlen – andere dazu zu bringen zu gehorchen, selbst wenn sie es widerwillig tun. Autorität wird erreicht, wenn andere Menschen das Recht akzeptieren, gesagt zu bekommen, was sie tun sollen.

So scheint es ein im Inneren befindliches Verlangen in so vielen Menschen zu geben, Macht und Autorität über andere besitzen zu wollen.

Wir alle wissen um die Aussage: „Macht verdirbt – und vollkommene Macht verdirbt vollkommen“, und dies mag bis zu einem gewissen Grad wahr sein, wenn Macht durch Menschen ausgeübt wird. Je mehr man sich damit beschäftigt, wie manche Menschen es schaffen, ein hohes Amt zu erlangen – und es zu behalten – desto mehr Verworfenheit und Machtspielchen scheint man zu finden. Aufgrund der Macht und der Autorität, die mit hohen Ämtern kommt, finden wir gerade in der Politik—aber nicht nur dort— solch offensichtlichen Machtmissbrauch.

Dieser Wunsch ist nicht auf Politiker beschränkt. Man sieht ihn in jedem Bereich der Gesellschaft. Da gibt es Machtkämpfe in Vorstandssitzungen, in Fabriken oder Gewerkschaften, in Sportvereinen, in der Unterhaltungsbranche und den Medien, in Kirchen und bei einigen religiösen Menschen—in der Tat überall. Auch in Familien.

Macht war eines der großen Ziele für gewisse Menschen, wie zum Beispiel Attila der Hunne, Mussolini, Adolf Hitler, Ayatollah Homeini, Fidel Castro, Saddam Hussein, Kim Jong-un und so viele andere. Warum? Damit sie ihren Willen der Bevölkerung aufzwingen und grundlegend alles tun können, was sie möchten.

Diese Diktatoren und Autokraten haben grundsätzlich nicht das Wohlergehen der Bürger im Sinn. Sie wollen vielmehr ihre Macht behalten, unabhängig von den Konsequenzen. Sie sind machtbesessen—und kümmern sich um niemanden als um sich selbst.

Und wenn jemand eine Position der Macht und Autorität erhält, so kann man paranoid werden, wenn es darum geht, das Amt beizubehalten. Es scheint so, dass das Ausüben der Macht ein so wichtiger Aspekt für sie geworden ist.

Es besteht eine große Kluft zwischen dem Vorankommen aufgrund von Fähigkeiten, Hingabe, Voraussicht und Loyalität und dem Vorwärtskommen aufgrund von Machtspielchen und Politik.

Die Bibel enthält viele Beispiele über das Verlangen nach Macht: Satans Rebellion (Jesaja 14,12-14); die Rebellion Korahs gegen Mose und Aaron (4.Mose 16); die Erwartungen von Jakobus und Johannes; Simon der Zauberer (Apostelgeschichte 8); und Diothrephes (3.Johannesbrief).  All dies stellte den Gegensatz zu wahrem Glauben und Vertrauen in den großen Schöpfergott dar.

All die Probleme, die wir in der ganzen Welt sehen, und von denen viele durch eigensüchtige politische Führer erzeugt werden, werden in der nicht so fernen Zukunft beseitigt werden.

In Apostelgeschichte 1,8 lesen wir: „… aber ihr werdet die [machtvolle] Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“

Die mächtige Kraft, auf die sich Jesus bezog, war keine politische, sie war eine geistige. Als der Heilige Geist über die Jünger kam, wurden sie mit himmlischer mächtiger Kraft bekleidet. Und wir lesen im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte vom Kommen des Heiligen Geistes. Dies ist die mächtige Kraft, die den wahren Christen gegeben wurde. Sie sollen sich nicht an den Machtspielen dieser Welt beteiligen, die sich in jeder Facette des Lebens widerspiegeln.

In Matthäus 18,1-5 lesen wir über die Art von demütiger Haltung, die wir haben sollten. Wenn Christus zurückkommt und das Reich Gottes errichtet werden wird, werden die Kirchenmitglieder, die bis zum Ende voller Glauben und Vertrauen ausgeharrt und den Heiligen Geist behalten haben, in geistige Mitglieder der Familie Gottes verwandelt werden—zusammen mit denen, die im Glauben gestorben sind.

In Gottes Reich haben wir Macht – die Macht, dienstbar zu sein – nicht die Macht, uns selbst zu dienen. Wir werden überwunden haben und gewachsen sein – man wird uns trauen und wir werden vertrauenswürdig sein und Gott wird es möglich sein, uns mit seiner unbegrenzten mächtigen Kraft auszustatten und uns diese anzuvertrauen, die wir heute niemals handhaben könnten.

Wie könnten wir denn jetzt überhaupt verstehen, welche Macht Gott wirklich besitzt? Können wir überhaupt wirklich damit beginnen, für die Großartigkeit Gottes dankbar zu sein? Gott sieht uns in diesem Moment zu, um zu erkennen, wie wir leben, während wir im Moment relativ machtlos sind. Er erwartet von uns, dass wir selbst die kleinsten Details dieses Lebensweges ernst nehmen, zu dem wir berufen wurden. Wir müssen das Geschenk des Heiligen Geistes ernst nehmen – das Geschenk, welches uns bei der Taufe gegeben wurde – und eines Tages wird uns unser großartiger Schöpfergott in seinem Königreich willkommen heißen, um mit ihm in vollem Glanz und ganzer Herrlichkeit zu leben, und er wird seine großartige Macht für immer mit uns teilen.

Wir mögen jetzt nicht viel Macht besitzen, aber als zukünftige Mitglieder der Familie Gottes werden wir mehr Macht haben, als wir uns jetzt zu dieser Zeit vorstellen könnten. Es ist die Macht des Königreiches Gottes, auf das wir mit Eifer warten, nicht diese selbstsüchtige, selbst-dienende Macht, die heute von so vielen so hoch gepriesen wird.

Wir werden Macht erhalten, der Menschheit zu dienen, sie über Gott und die richtige Lebensweise zu belehren, und ihr in jedweder Beziehung zu helfen. Wir werden diese Macht zum Wohle aller anwenden.

Die schreckliche Herrschaft des Menschen wird noch für eine kurze Zeit erlaubt sein, aber in der Zukunft, wenn Jesus Christus als König aller Könige und als Herr aller Herren erscheint, wird göttliche Macht für das Beste aller und die Sorge für alle eingesetzt und ausgeübt werden.

Das ist die zukünftige Zeit, die wir mit Sehnsucht erwarten.

In christlicher Liebe,

Brian Gale (Vereinigtes Königreich)

Teilweise ursprüngliche Übersetzung aus dem Englischen: Robert Kintzi