Wissen Sie, wer Sie sind?

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Am letzten Sabbat gab Herr Dave Harris in den USA eine Predigt mit dem Titel „God-Who-Forgives“ („Gott-der-vergibt“). Gegen Ende dieser Predigt wurde eine Aussage getroffen, die von grundlegender Bedeutung war. Ich habe schon früher darüber nachgedacht, aber sie ist mit Blick auf das anstehende Passafest, die Nacht des Wachens und die Tage der ungesäuerten Brote besonders hervorgetreten.

Der Gedanke, der herausstach, war folgender: „Wir (das würde alle von uns einschließen, die die Predigt gehört und diesen Artikel gelesen haben, mich eingeschlossen) können die ganze Welt beeinflussen, durch die Art und Weise, WIE wir bereuen.“ Das ist wirklich umwerfend. Wir, die Armen, die Schwachen, für was auch immer wir uns halten mögen, wir haben die Macht, der Welt JETZT zu helfen.

In 2.Petrus 3,10-14 lesen wir in der Zürcher Bibel 2007: „Der Tag des Herrn aber wird kommen wie ein Dieb; dann wird der Himmel verschwinden mit grossem Getöse, die Elemente des Alls werden sich in der Hitze auflösen, und die Erde, die Werke, die auf ihr vollbracht wurden, werden zutage kommen [besser: nicht mehr zu finden sein]. Wenn sich nun dies alles derart auflöst, wie entschlossen müsst ihr dann euer Leben führen, heilig und fromm! Wartet auf den Tag Gottes und beschleunigt seine Ankunft – seinetwegen wird der Himmel sich auflösen im Feuer, und die Elemente des Alls schmelzen in der Hitze. Wir warten aber aufgrund seiner Verheissung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, meine Geliebten, setzt in solcher Erwartung alles daran, ohne Fehl und Makel vor ihm zu erscheinen, so dass ihr nichts befürchten müsst!“

Wie oft machen wir uns bewusst, dass wir die Fähigkeit haben, die Wiederkunft Christi zu beschleunigen? Wir beten, oder zumindest wird uns gesagt, dass wir beten sollen: „Dein Reich komme“, aber wie oft fließt das in unser Leben ein? Wenn wir uns auf den Beginn der heiligen Tage im Frühling vorbereiten, worauf konzentrieren wir uns dann? Hoffentlich darauf, was wir tun können, um uns unserem Gott noch mehr zuzuwenden! Es wird uns gesagt, dass wir ohne Makel werden müssen; das heißt, wir müssen die Stellung im Kampf gegen die Sünde halten. Wir müssen auch auf der Hut sein und nach ihr Ausschau halten.

Wenn wir die Sünde einmal identifiziert haben und damit beginnen, sie auszumerzen, dann müssen wir sie durch Gerechtigkeit ersetzen. Wenn wir uns nicht ständig mit Gottes heiligem Geist anfüllen lassen und Fortschritte machen, dann laufen wir Gefahr, dass sich dieselbe Sünde, an deren Beseitigung wir hart gearbeitet haben, erneut einschleicht. Wir müssen ständig in der rechten Weise an unserem Leben arbeiten. Um sicherzugehen, dass wir das wirklich richtig tun, möchte ich die Worte von Paulus aus 1.Korinther 3,11-17 zitieren:

„Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.“

Die Dinge, die wir jetzt bauen, haben Auswirkungen im Hier und Jetzt, aber was noch wichtiger ist, sie haben Auswirkungen in der Zukunft. Wir alle sind der Tempel Gottes. Jeder von uns ist ein Gefäß für den heiligen Geist Gottes. Die Kraft zur Überwindung und zur Veränderung ist jedem von uns gegeben aufgrund des großen Opfers Jesu Christi und seiner unermesslichen Liebe zu uns.

In jedem von uns liegt die Möglichkeit, etwas zu verwirklichen, das größer ist als wir selbst. Aber wir DÜRFEN KEINESWEGS unser Augenmerk für die Tatsache verlieren, dass jeder von uns ein integraler Bestandteil  ist – mit der Verantwortung, seinen Anteil an der umfassenden Vollendung der Aufgabe von Gottes Kirche beizutragen.

In der Hoffnung für Alle lesen wir in Epheser 2,19-22: „So seid ihr nicht länger Fremde und Heimatlose; ihr gehört jetzt als Bürger zum Volk Gottes, ja sogar zu seiner Familie. Als Gemeinde von Jesus Christus steht ihr auf dem Fundament der Apostel und Propheten. Doch der Grundstein, der dieses Gebäude trägt und zusammenhält, ist Jesus Christus selbst. Durch ihn sind die Bauteile untereinander fest verbunden und wachsen zu einem Tempel des Herrn heran. Weil ihr zu Christus gehört, seid auch ihr ein Teil dieses Baus, in dem Gott durch seinen Geist wohnt.“

Wir sind das Volk Gottes. Wir sind diejenigen, die er zum Ende dieses Zeitalters berufen hat. Das Leben als wahrer Christ wird nicht einfacher werden. Die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, werden mühsamer und herausfordernder. Das kann uns nicht entmutigen. Das kann uns nicht davon abhalten, zu überwinden und voranzuschreiten. Vielmehr müssen wir uns, während wir Fortschritte machen, immer wieder darauf besinnen, WARUM wir das tun! Was ist es, das uns Halt gibt und uns hilft, wieder aufzustehen und weiter vorwärts zu gehen?

Während wir uns nun vorbereiten und die nächsten Wochen durchleben, sollten wir sehr aufmerksam darauf achten, wie wir im kommenden Jahr wachsen, uns verändern und reifen können. Es kommt auf Hingabe und Entschlossenheit an. Wie bereit sind wir, uns wirklich in ALLEN Dingen vom Geist Christi leiten und führen zu lassen?

In 1.Korinther 2,6-16 heißt es in der Schlachterbibel: „Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt — sondern, wie geschrieben steht: ‚Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben‘. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss. Der geistliche [Mensch] dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt; denn ‚wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass er ihn belehre?‘ Wir aber haben den Sinn des Christus.“

Sprechen die zitierten Bibelstellen uns an? Finden sie Eingang in unsere Gesinnung und unser Herz? Noch einmal: Wir sind Gottes Volk und wir MÜSSEN uns als solches betrachten! Wir haben die Berufung und die Möglichkeiten! Lassen Sie uns NICHT darin nachlassen, herauszufinden, was in Gottes Augen richtig und angemessen ist, und lassen Sie uns diese Dinge mit aller Beharrlichkeit, allem Mut und aller Schnelligkeit tun.

Verfasser: Kalon Mitchell

Ursprüngliche Übersetzung: Daniel Blasinger