Setzen wir die richtigen Werkzeuge ein?

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Letztes Jahr habe ich eine Espressomaschine gekauft, die ich täglich benutze. Normalerweise mache ich drei Tassen Kaffee pro Tag, zwei für mich und eine für meine Frau.

Bisher verwendete ich eine handgetriebene Kaffeemühle, um meinen Kaffee jeden Morgen frisch zu mahlen. Es dauerte jedes Mal etwa 2 bis 3 Minuten, bis die Bohnen fein genug gemahlen waren, um heißes Wasser hindurchzupressen und Espresso zuzubereiten. Wenn man 2 bis 3 Minuten mit 3 Kaffeetassen multipliziert, dann ergibt das 6 bis 9 Minuten täglich für das Mahlen der Bohnen.  Wenn man nun 9 Minuten mit 270 Tagen multipliziert (ich besitze die Maschine seit 9 Monaten; 30×9=270 Tage), dann kommt man auf 2.430 Minuten. Wenn wir das durch 60 Minuten teilen, sind das 40,5 Stunden.

Ich hatte also die Arbeitszeit einer vollen Woche (40 Stunden) damit zugebracht, Bohnen von Hand zu mahlen! Als ich mir diese Tatsache vor Augen führte, war ich schockiert! Selbst wenn es nur 2 Minuten für jede Tasse waren, sind das immer noch 27 Stunden. Nun verfüge ich über eine elektrische Kaffeemühle, mit der ich die Bohnen automatisch in etwa 30 Sekunden mahle. Mit diesem einen Gerät ist es mir gelungen, jeden Morgen einige Minuten Zeit für die Kaffeezubereitung zu sparen, wodurch ich mir jedes Jahr mehrere Tage Zeit sparen werde!

Das richtige Werkzeug für die richtige Aufgabe spart Zeit! Ich denke, dieses Beispiel verdeutlicht, dass sich auch die kleinen Dinge summieren, die wir im Laufe der Zeit immer wieder tun. Sei es nun gut oder schlecht—alles, was wir tun, akkumuliert und führt zu Konsequenzen.

Welche Werkzeuge sind es, die wir in unserem christlichen Leben einsetzen? Viele von uns sind schon sehr lange in der Kirche Gottes. Aber wie sehr wenden wir die Werkzeuge unseres Glaubens an? Gibt es Bereiche, in denen wir es versäumen, die richtigen Werkzeuge zu gebrauchen? Wandern wir orientierungslos umher, benutzen die falschen Werkzeuge und erzielen schlechte Ergebnisse?

Als es um den Bau des transportablen Tempels oder Gottes Stiftshütte ging, gab Gott dem Mose Anweisungen für die Gerätschaften, die darin untergebracht werden sollten, ebenso wie für die Kleidung, die für den priesterlichen Dienst benötigt wurde. Dies alles war äußerst kompliziert und sollte von Handwerkern angefertigt werden – von Menschen, die wussten, was sie taten. Diese Leute besaßen nicht einfach nur zufällig die Fähigkeit dazu. Es heißt, dass sie geschickt waren und dass der Geist Gottes sie leitete. In 2.Mose 28,3 lesen wir: „und [du] sollst reden mit allen, die weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei“ (revidierte Lutherbibel 2017).

Gott hat uns keineswegs zufällig berufen! Gott hat uns berufen und uns die Fähigkeit verliehen, das zu tun, was er von uns verlangt. Beachten Sie, was Paulus in Epheser 2,10 sagt: „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ In unserem täglichen Leben ist es allzu leicht, sich in allem, was um uns herum geschieht, zu verlieren und das Gesamtbild zu übersehen. Die Bibel lässt uns nicht im Unklaren darüber, was zu tun ist. Wenn wir Gott in unsere Überlegungen mit einbeziehen, dann ist es klar, dass er uns die Wege zeigen und die Türen für uns öffnen wird.

Wenn es um unser christliches Leben geht, was ist es, das wir tagtäglich tun?

Wir wissen, dass wir allezeit beten sollten. Wir wissen, dass wir die Bibel studieren sollten. Wir wissen, was wir tun sollten. Aber welchen Teil davon legen wir tatsächlich in Gottes Hände?

Wir müssen uns jederzeit vor Augen halten, dass wir hier nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen (Epheser 6,12). Vielmehr kämpfen wir täglich gegen geistige Feinde, die versuchen, uns zu vernichten – in physischer Hinsicht, und was aber noch weitaus wichtiger ist, auf ewig. Wir können diesen Kampf NUR dann führen, wenn wir uns an unseren geistlichen Beistand und Wegweiser wenden. Wir müssen uns mit den richtigen Werkzeugen ausstatten, um diese Schlachten zu schlagen, und wir müssen bedenken, wer unser wahrer Feind ist. Wenn wir uns nicht mit vollem Einsatz engagieren und die Werkzeuge anwenden, mit denen Gott uns ausstattet, dann werden Satans Nebel der Verwirrung, seine Methoden der Täuschung und eine ganze Reihe anderer Werkzeuge wirksam, die dazu bestimmt sind, uns Schmerz und Kummer zuzufügen und uns letztlich zu vernichten. In 2.Korinther 2,11 lesen wir, dass „wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl bewusst, was er im Sinn hat.“

Unsere Zeit hier ist begrenzt. Wir sind heute dazu berufen, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Doch wir ALLE befinden uns in diesem Kampf zwischen Leben und Tod. Jeder von uns hat die Möglichkeit, die Werkzeuge, die Gott uns gibt, zu ergreifen und zu lernen, diese einzusetzen. In Epheser 6,10-20 lesen wir von den Werkzeugen, die uns gegeben sind. Sodann ist es unsere Aufgabe, sie zu ergreifen und davon Gebrauch zu machen, damit wir herausfinden, wie sie in unserem Leben Anwendung und Bestimmung finden. Wir sollten ebenfalls erkennen, dass es ohne diese Werkzeuge unmöglich ist, den Sieg davonzutragen. Ein weiterer Bereich, der uns in den Sinn kommen mag und der mit dem Gebrauch dieser Werkzeuge Hand in Hand geht, ist zu erlernen, wie wir die Frucht des Geistes Gottes nutzen können. Die Handlungen, die aus dieser Frucht erwachsen, sind der Schlüssel. NUR wenn wir unser Leben erforschen – wenn wir darüber nachsinnen und es sorgfältig in Augenschein nehmen, dann können wir auch Antworten finden und Veränderungen herbeiführen.

Die Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, können wir allezeit und in jeder Situation einsetzen, in der wir uns befinden – wenn wir die richtige Gesinnung haben, dies auch zu tun. Darum geht es in diesem Leben wirklich – achtsam zu sein, wie wir unser Leben führen. Die Zeit kommt und geht, vollkommen egal, was wir tun. Wir sollten darauf achten, wie wir die uns gegebenen Mittel einsetzen, denn das wird von entscheidender Bedeutung sein!

Verfasser: Kalon Mitchell

Ursprüngliche Übersetzung: Daniel Blasinger