Die Last der Sünde

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Belädt man einen Maulesel mit Waren oder Gütern, dann setzt man ihn als Lasttier ein, so wie es in 1.Mose 44,1 beschrieben wird: „Und Josef befahl seinem Haushalter: ‚Fülle den Männern ihre Säcke mit Getreide, so viel sie tragen können, lege jedem sein Geld oben in seinen Sack…‘“ (neue Lutherbibel 2009).

Die Formulierung, „so viel sie tragen können“, bezieht sich auf die Esel (siehe Vers 3). Es existiert eine Grenze für die Last, die ein Tier zu tragen imstande ist.

Je mehr man dem Tier auflädt, desto mehr muss es sich anstrengen, um vorwärtszukommen, und die schwere Last macht es langsamer. Eine Redewendung beschreibt den Strohhalm, „der dem Kamel den Rücken bricht“. Es besagt, dass man ein Kamel so schwer beladen kann, dass nur das zusätzliche Gewicht eines Strohhalms die kritische Last überschreitet und dem Kamel den Rücken bricht.

Im Gegensatz dazu kann sich das Tier umso schneller und leichter auf Pfaden und Wegen fortbewegen, je mehr Last man ihm abnimmt.

Die Sünde hat eine vergleichbare Wirkung auf uns, wenn wir uns nicht mit ihr auseinandersetzen. Sie wird zu einer Last, die uns in unserem geistlichen Wachstum bremst und die Distanz zwischen uns und Gott größer werden lässt.

Satan, das erste Wesen, das gesündigt hat, unternahm keinerlei Anstrengungen, sich zu ändern, zu bereuen und zu erkennen, dass er falsch gehandelt hat. Jetzt befindet er sich in einer Situation, in der er nicht mehr bereuen wird, weil er durch die Sünde so verhärtet ist, dass er nicht mehr bereuen kann. Er ist unwiderruflich verdorben, weil er die unvergebbare Sünde begangen hat. Wir müssen sehr darauf achten, nicht in einen solchen Zustand zu geraten, in dem wir uns immer mehr Sünden aufbürden, nicht umkehren und Gott nicht täglich darum anflehen, uns im Blut Christi von unseren Sünden reinzuwaschen. Denn wenn Gott uns nicht tagtäglich von der Last unserer Sünde befreit, dann werden wir so viele Sünden anhäufen und dadurch in den Zustand versetzt, der uns geistlich gesehen den Rücken bricht und uns so verhärtet, dass wir nicht mehr bereuen wollen und somit die unvergebbare Sünde begehen, von der es kein Zurück gibt.

Christus betete, um eine enge Beziehung zu Gott aufrechtzuerhalten, und seine Gebete wurden erhört, und er war Gott dem Vater in allen Dingen vollständig untertan. Infolgedessen hat er niemals gesündigt, obwohl er in allen Dingen versucht wurde, wie Hebräer 4,15 sagt: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.“

Er hat uns ein Beispiel gegeben, indem er eine enge Beziehung zu Gott aufrechterhielt. Wenn wir sündigen, dann müssen wir die Sünde bekennen, sie bereuen und hinter uns lassen.

In diesem Jahr sollten wir darauf bedacht sein, unserem Leben nicht die Last der Sünde aufzubürden, die Mauern errichtet und uns von Gott entfernt.

Wir werden zweifellos mit Prüfungen und Herausforderungen konfrontiert werden, aber wir müssen unseren Blick fest auf den Lohn gerichtet halten und dürfen uns nicht in der Sünde verstricken. Vielmehr müssen wir allezeit danach streben, dass uns unsere Sünden vergeben werden, und die, wenn wir sie vor Gott bekennen und sie aufrichtig bereuen, durch das Blut Christi von uns abgewaschen werden.

Es ist Gott wohlgefällig, uns das Reich Gottes zu geben. Zeigen wir ihm also unsere Dankbarkeit, indem wir die Last der Sünde aus unserem Leben entfernen.  

Verfasser: Rene Messier

Ursprüngliche Übersetzung: Daniel Blasinger